Die Entfaltung des „Plapperzeltes“

Wir feiern und taufen das Plapperzelt. Foto: Schaal

Auch unser Festprogramm mussten wir am neuen Ort eindampfen und umbauen. Ursprünglich hatten wir ein Boule-Turnier mit vier Prominentenmannschaften aus dem Kiez an der Grüntaler Promenade geplant. Dazu war ein Quiz für Erwachsene über Berlin, den Wedding und den Kiez sowie eine Schnitzeljagd für Kinder vorgesehen. Boule kann man jedoch im Hinterhof der PA 58 – zwischen Sandkästen, Pflaster und Erdflächen – nicht als Wettbewerb veranstalten. So wurde das Erwachsenen-Quiz zum Haupt-Event. In der Art einer Spiel-Show traten der Schachklub International, die NachbarschaftsEtage Fabrik Osloer Straße und das Urban Gardening Projekt „Wilde 17“ gegeneinander an. Eine Mannschaft erschien nicht. Dafür sprangen vom Soldiner Kiez e.V. Fred Gebert und Thomas Brauckmann ein, sie hatten mit der inhaltlichen Vorbereitung des Quiz nichts zu tun gehabt. Aber Fred als geborener Weddinger und Thomas als gelernter Fremdenführer räumten dann doch den Sieg ab. Allerdings mussten sie sich dabei mühsam gegen die anderen Finalist*innen von der NachbarschaftsEtage durchsetzen. Erst nachdem Vorstandskollege Stefan Höppe in seiner Funktion als Quiz-Master eine Handvoll Entscheidungsfragen vorgelegt hatte, neigte sich der Gleichstand zugunsten der Vertreter des Kiezvereins. Die Erfinderin des Quiz, Vorstandskollegin Diana Schaal, musste über die geplanten Extrafragen hinaus noch zusätzliche Fragen aus der Schatulle für die Schnitzeljagd heranschaffen. Die Mannschaften erhielten als Preis alle einen Bildband mit historischen Aufnahmen aus dem Wedding.

Im Nieselregen, der fast das ganze Fest begleitete, bewährten sich die Zelte erst einmal. Klaus Schmitz von der Genossenschaft Prinzenallee 58 erklärte sich dankenswerterweise dazu bereit, sie im Anschluss in den Räumlichkeiten der Genossenschaft unterzustellen und von dort aus auch für die Ausleihe bereit zu halten. Wer das Zelt braucht, kann sich also direkt an Klaus Schmitz wenden. Damit war auch unser größtes Problem gelöst: Die Zelte nach dem ordnungsgemäßen Einsatz schimmelsicher zu trocknen. So konnten wir guter Dinge von dannen ziehen. Allen Widrigkeiten zum Trotz hatten wir viel Spaß und ließen uns durch den Regen nicht die gute Laune nehmen.

Text: Thomas Kilian

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