Unser gemeinsamer Sommerausflug an den Plötzensee

Foto: Gao Ya

Der Soldiner Kiez e.V. lässt seinen aktiven Mitgliedern viel Raum für eigene Projekte im Rahmen des Vereins. Das führt dazu, dass wir – abgesehen vom monatlichen Kiezpalaver – nicht mehr oft alle zusammenkommen, wie zu den Zeiten, als wir mit dem Forum Soldiner Kiez noch einen gemeinsamen Ort hatten, den es zu bespielen galt.

Daher haben wir in den vergangenen drei Jahren zu Aschermittwoch immer zum gemeinsamen Kegeln in die Kugelbahn in der Grüntaler Straße eingeladen. Vorletztes Jahr haben wir zusammen einen Sommerausflug mit Führung an die Havel gemacht – auf den Spuren von Slawenfürst Jaczo.

Unser diesjähriger Sommerausflug hat uns an den Plötzensee geführt:
Aktive Mitglieder und Gäste haben das gemeinsame Picknick, den zwanglosen Austausch und den  Sonnenschein auf der Wiese am Seeufer sehr genossen. Jeder hatte etwas mitgebracht: hausgemachte und asiatische Köstlichkeiten sowie Getränke.

Danach haben wir auf Tretbooten den Plötzensee erkundet, den Flug der Libellen beobachtet und uns das eine oder andere Wettrennen geliefert. Manche haben sogar vom Boot aus ein Bad im See genommen.

Den Abschluss bildete zum Kaffee ein zweites Picknick. Es gab starken Espresso, gekocht auf dem Butangaskocher. Der Wunsch wurde laut, solche Unternehmungen ruhig öfters zu machen. Und es hat die ganze Zeit über nicht einen Tropfen geregnet! Der Wettergott drohte zwar, meinte es aber letztlich gut mit uns …

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KBNA: Verein aus dem Kiez offiziell vorbildhaft

„Warum ist KBNA nicht längst ein Modellprojekt für Berlin und die anderen Bundesländer“, hatte der ehemalige Sicherheitsberater von Barack Obama, Michael Ortiz schon vor einiger Zeit gefragt. Mit einem Hauptpreis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ist das mit dem Soldiner Kiez e.V. befreundete Projekt nun in einer wesentlichen

Vereinsgründer Yousef Ayoub (Mitte) mit der Ehrenurkunde und seine Kooperationspartner von der Polizei: Eckart Mantei und der Leiter vom Abschnitt 36 (links), Uwe Heller (rechts). Im Hintergrund die KollegInnen vom Abschnitt 36 sowie weitere FreundInnen und UnterstützerInnen. Foto: Matthias von Hoff

Best-Practice-Liste in Deutschland angekommen. Am Montag, den 19. Juni, war Preisverleihung im Roten Rathaus. Ein Grund den ausführlichen Artikel über die Arbeit des Projektes uns seine kurzzeitigen Probleme noch einmal nachzulesen.

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Hauptversammlung als entspannter Pflichttermin

Straßenlaterne im Soldiner Kiez. Foto: Diana Schaal

2017: Ganz Berlin ist Hauptstadt. Nur ein kleiner Verein am Rande der inneren Stadt verteidigt den Gedanken lokaler Selbstverwaltung: Der Soldiner Kiez e.V. Mitte Mai traten die tapferen KempInnen und Kempen zusammen, um in gewohnter Routine und mit einem Hauch von Ironie ihre bürokratischen Pflichten zu erledigen. Jährlich wird gewählt, der Tätigkeitsbericht vorgestellt und die Kassenentwicklung dargelegt. Als Tagungspräsident waltete segensreich der befreundete Lesebühnenautor Holger Haak.

Inhaltlich darf der Soldiner Kiez e.V. mit seinem Geschäftsjahr 2016 zufrieden sein. Wir zogen unsere Veranstaltungen und einige Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe durch. Mit geringem finanziellen Aufwand können wir auf einige Aktivitäten verweisen. Finanziell wurde der erfolgreiche Kurs der letzten Jahre fortgesetzt. Alle Vorstandsmitglieder wurden entlastet. So verwundert es auch nicht, dass der alte Vorstand mit Diana Schaal, Thomas Brauckmann, Stefan Höppe und Thomas Kilian wieder gewählt wurde.

Beim Ausblick auf die zukünftige Arbeit ging es vor allem um die geplante Veranstaltungsreihe „Talk im Kiez“, die ab September ungefähr vierteljährlich in der Fabrik Osloer Straße stattfinden soll. Mit ihr will sich der Soldiner Kiez e.V. wieder stärker mit Kiezthemen an eine breitere Öffentlichkeit wenden. Jetzt darf den MacherInnen nur nicht der Himmel auf den Kopf fallen…

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Wohnen im Soldiner Kiez

Kinder aus drei sehr unterschiedlichen Familien, ein Schnappschuss ca. 1994. Zwei durften zum ersten Mal alleine runter, mussten aber unter allen Umständen im Hof bleiben.

Ich bin 1982 (da war ich Anfang 20) in den Wedding gezogen. „Soldiner Kiez“ gab es damals als Begriff oder Ort überhaupt nicht, es war Wedding und konkret das besetzte Haus in der Prinzenallee 58. Es war ausschließlich die Hausgemeinschaft und verschiedene Besonderheiten des Gebäudes selbst, die für mich so attraktiv war, tatsächlich in den Wedding zu ziehen. Im Wedding zu wohnen war außerordentlich uncool, nicht nur vom Image her sondern tatsächlich. Ich habe neulich alte Fotos gesehen und erinnerte mich an diese unsäglich grauen Straßenzüge, ich hatte das vollkommen vergessen. Im damaligen „West-Berlin“ war dieser Ort im Schatten der Mauer einfach vernachlässigt, vergessen und in jeder Hinsicht trist, ich war ganz sicher nicht wegen „Wedding“ hiergezogen sondern trotzdem.

Ich lebte dann also in diesem Haus. Als Mitglied einer Hausgemeinschaft mit rund 100 Erwachsenen und etwa 20 Kindern ist man erst mal sozial-kommunikativ ausgelastet, Weiterlesen

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Kinder- und Menschenrechte im Unterricht

Die Kinderstadt vor der Fertigstellung: Die Häuser umringen den Dorfteich. Es gibt viele Tiere.

Der Soldiner Kiez e.V. baut seine Zusammenarbeit mit dem Bundesprogramm Demokratie leben! zum Thema Kinder- und Menschenrechte aus. In 2016 führte der Verein zusammen mit der Carl-Kraemer-Grundschule ein Projekt in einer Willkommensklasse durch. Dabei bauten die Kinder eine Kinderstadt und bastelten sich einen Wunschbaum. Die Klärung von Wünschen und Utopien unterstützt unserer Meinung nach die Entwicklung humanistischer Werte. 2017 sollen nun 6 bis 8 Lehrkräfte für die 7. und 8. Klassen für die kunstpädagogische Arbeit zu Kinder- und Menschenrechten geschult werden. Weiterlesen

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Ein Zoo aus Poesietieren im Prima Center Berlin

Vanessa Karré und Judith Holofernes

Vanessa Karré und Judith Holofernes bei der Eröffnung im Prima Center Berlin

Das wuselige Wiesel, der Erdferkelinfant, der Loserpudel und die olle Qualle, die Voll- und die Halbmeise, picassöse Tiefseefische und der Hund, der einfach weiter vor dem falschen Baum bellt: All diesen lyrischen Wesen aus der Feder der „Wir Sind Helden“-Sängerin und Texterin Judith Holofernes, hat die Illustratorin Vanessa Karré eine Gestalt gegebenen. Sie präsentiert ihre Arbeiten bis zum 24. März 2017 im Prima Center Berlin.

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Beratung rund um Hartz IV und Jobcenter

Der Hartzer Roller im Einsatz Foto: privat

Am 27. März startet ein neues Beratungsangebot für alle, die Hilfe und Auskünfte rund um Hartz IV und Jobcenter suchen. Von 13 bis 16 Uhr steht im Bürgerbüro des Abgeordneten Ralf Wieland (SPD) in der Behmstr. 11 der Hartzer Roller e.V. für Einzelgespräche zur Verfügung. Die Beratung ist für alle Ratsuchenden kostenlos, eine vorherige Terminreservierung ist allerdings nicht möglich. Wer das Angebot in Anspruch nehmen möchte, trägt sich in eine Warteliste ein, die eine halbe Stunde vor Beginn im Bürgerbüro in der Behmstraße 11 (gegenüber vom Gesundbrunnen-Center) ausgelegt wird.

„Mich erreichen häufig Fragen und Probleme zu Alg II-Bescheiden und Weiterlesen

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Mehr Bürgerbeteiligung für die Vorhaben des Bezirks Mitte

Die Voraussetzungen für ihr Vorhaben waren nicht unbedingt optimal, als sich im September 2016 24 Personen in einem Sitzungssaal im Rathaus Tiergarten trafen. Sie sollten in dieser Großgruppe binnen vier Sitzungen und einem Workshop noch in diesem Jahr mit einem Rest-Etat für die Moderation und Strukturierung des Arbeitsprozesses „Leitlinien für Bürgerbeteiligung“ erarbeiten.

Im Wesentlichen ging es dabei um ein umfangreiches Vorschlagswesen zur Auslösung und Verwaltung von Bürgerbeteiligungen im Bezirkes Mitte. Dabei können sich die BürgerInnen auf einer Vorhabensliste über die wichtigsten Projekte informieren. Diese Liste hat rein informativen Charakter und kann wegen der zahlreichen Aufgaben des Bezirkes nicht vollständig sein. Wer über die Liste oder sonstwie von Vorhaben des Bezirkes erfährt, kann dafür eine Beteiligung anregen. Mit 1000 Unterschriften für bezirksweite Projekte und 500 Unterschriften für lokale Vorhaben in den Stadtteilen können die AntragstellerIn eine Zurückweisung ihres Begehrens für eine BürgerInnenbeteiligung überstimmen. Auch dieser letzte strittige Punkt ging nach schließlich fünf Sitzungen am 2.2.2017 mit nur einer Gegenstimme durch.

Für den Soldiner Kiez e.V. nahm unser Vorstandsmitglied Thomas Kilian teil. Insgesamt hatten sich etwa 20 Bürger für die acht Mandate beim Bezirksamt beworben. Dieses bemühte sich um geschlechtliche Ausgewogenheit und die Vertretung aller Ortsteile. Weiterlesen

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Impressionen aus Görlitz

Ein Tagesausflug nach Görlitz am 11.12.2016 ist uns zwar weitgehend verregnet, hat aber trotzdem großen Spaß gemacht. Nicht jeder konnte sich in der Vorweihnachtszeit den Termin frei halten, wir waren immerhin zu viert. Herzlichen Dank an Marlies Felkel für die schönen Fotos.

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Rufmord am Kiez erschwert Präventionsarbeit

Yousef Ayoub macht den Eindruck eines Mannes, der für seine Sache brennt. Er hat vor sieben Jahren beim Abschnitt 36, der Polizeiwache, die auch für den Soldiner Kiez zuständig ist, eine Aktion angestoßen, die zu einem besseren Verhältnis der Polizei

Eckart Mantei, Ansprechpartner von KbNa beim Abschnitt 36 im Gespräch mit Yousef Ayoub und weiteren Beamten

Eckart Mantei, Ansprechpartner von KbNa beim Abschnitt 36, im Gespräch mit Yousef Ayoub und weiteren Beamten

zur Jugend im Kiez führen sollte. Der dazugehörige Verein hört auf den sperrigen Namen kiezbezogener Netzwerkaufbau, kurz: KbNa e.V. Er organisiert wöchentlich Begegnungen zwischen den Beamten und dem Nachwuchs, größtenteils beim gemeinsamen Sport. Dabei treten die PolizistInnen in Uniform auf und ein Teil der Attraktion ist es, im Polizeiauto zur Halle oder dem Platz gefahren zu werden. Zuletzt wurden die Kinder und Jugendlichen aus 28 Einrichtungen im Kiez abgeholt, darunter Schulen, Jugendzentren und Flüchtlingsunterkünften.

Der Soldiner Kiez e.V. hat sich die erfolgreiche Arbeit bei seinem Kiezpalaver im November 2016 erklären lassen. Dabei mussten wir erfahren, dass die erfolgreiche Arbeit gelegentlich mit Widerständen zu kämpfen hat. Auslöser waren zuletzt die überzogenen Berichte von Berliner Zeitungen im Sommer 2016, als dort PolizistInnen einen 11jährigen verhaften wollten und sich gegen die aufgebrachte Mutter nur mit Gewalt zu helfen wussten. Über den Anlass gibt es unterschiedliche Darstellungen, die von Willkür bis zur Manipulation an der Zündung eines Autos reichen. Weiterlesen

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