Jesus, die Engel und die Farbe der Zeit

Verschiedene Gruppen im Kiez zusammen zu bringen. Das ist eine Idee, die den Soldiner Kiez e.V. antreibt.

Hier hat Jovan Balov einem Engel vom Dom das Gesicht seiner jüngsten Tochter verpasst…

Ende 2017 haben wir deshalb mit Unterstützung von Soziale Stadt eine Ausstellung im Prima Center Berlin (PCB), Biesentaler Str. 24, unterstützt und in diesem Rahmen ein interreligiöses Gespräch zu „Jesu und Jesu Geburt in Christentum und Islam“ organisiert. Die Ausstellung zeigte unter dem Titel „Die Farbe der Zeit“ Werke von 7 KünstlerInnen, die größtenteils als EmigrantInnen in Deutschland leben.

Bei der Vernissage interpretierte der Kurator Dr. Stephan von Wiese, ehemals Staatsgalerie Stuttgart und Kunstpalast Düsseldorf, den Zeitaspekt der Kunst: vom Momentbild, über den Tag-Nachtzyklus bis und zum Überhistorisch-Typisierenden. Eine Woche später fand eine Party mit einer Performance von Ricardo Peredo Wende und balkanischen Liedern vorgetragen von Hazemina Donlić statt. Die Finissage wird es am Freitag, den 19. Januar 2018, ab 19.30 Uhr geben. Dann spielt Predrag Maric auf der Gitarre.

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Prinzenakademie und Prinzentheater: Jugendtheater im Soldiner Kiez

Susanne Schulze-Jungheim (Interkulturelle Theaterpädagogin) und Kiez-Kulturaktivist Rolf Kemnitzer (Autor, Regisseur, Schauspieler, Theaterpädagoge) waren Gäste beim letzten Talk im Kiez des Soldiner Kiez e.V. im November: Beide sind verantwortlich für das „Wunder vom Wedding“, das sich demnächst ereignet und bereits einen Ereignisort hat, eine feste Adresse: Prinzenallee 33.

Moderator Stefan Höppe, die Gäste Rolf Kemnitzer und Susanne Schulze-Jungheim beim Talk im Kiez (v.l.n.r)

Dort befinden sich die schicken, repräsentativen Räumlichkeiten des ehemaligen Glaskastens, vom Ambiente her dem Heimathafen Neukölln vergleichbar: beides ehemalige Ballsäle. Diese prachtvolle Spielstätte wurde unter dem langjährigen Träger Zukunftsbau nur sporadisch, ohne inhaltliches Konzept genutzt. Sie beherbergt seit Frühjahr 2016 das interkulturelle türkische Theater 28. Ab 2018 soll sie nun zum Spielort werden für eine Art „Weddinger Volkstheater“: das sogenannte Prinzentheater. „Das Wunder vom Wedding“ – so lautet der Titel eines Theaterstücks, dessen Voraufführung am 22. Dezember um 19 Uhr zu sehen sein wird. Eine Art Weihnachtsmärchen mit Kiezkolorit: Im Wedding wird der Weihnachtsmann überfallen und ausgeraubt. Düstere, abgehalfterte Gestalten bevölkern die Straßen und treiben ihr Unwesen. Täglich umgeben von dieser Tristesse, malt eine depressive Künstlerin nur schwarze Bilder. Doch dann kommt am U/S-Bhf. Gesundbrunnen ein Heiliger an, der Licht bringt und Hoffnung. Vorhang auf also und Applaus: Pünktlich zur erwartungsvollen Zeit rund um Weihnachten kündigt sich am Berliner Theaterhimmel ein neuer, neuartiger Stern an, um frischen Glanz zu bringen in den Problembezirk Wedding/Gesundbrunnen. Weiterlesen

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Unser Kiez hat einen Bollerwagen

Ein kleines Projekt im Aktionsfonds machte die Anschaffung dieses Bollerwagens möglich, das Objekt ist jetzt da und kann im Büro für Quartiersmanagement zu deren Öffnungszeiten ausgeliehen werden.

Als Zubehör gibt es ein Fahrradschloss und ein Set Spanngurte, falls mal Überladung befestigt werden muss.

Der Wagen ist belastbar bis 100 kg, das ist eine ganze Menge. Wie gut er sich dann noch ziehen/ schieben lässt (vielleicht ist auch mal eine Stufe zu überwinden), muss jemand ausprobieren.

Das Objekt lässt sich zusammenfalten. Wer den Bollerwagen über das Wochenende ausleiht und dann abends in seiner Wohnung zwischenlagern muss, wird allerdings 14 kg die Treppe hochzutragen haben. Die gute Nachricht: Er ist gut tragbar, zusammengeklappt wenig sperrig.

Die Innentasche lässt sich herausnehmen und hat gute Tragehenkel.

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Talk im Kiez mit Jonny Herzberg: Als Sinto und Rom im Soldiner Kiez

Als wir noch das Forum Soldiner Kiez in der Siedlung des Vaterländischen Bauvereins hatten, haben wir unter dem Titel „Forum der Generationen“ öfters Diskussions-veranstaltungen über aktuelle Themen im Kiez mit eingeladenen Gästen angeboten.

Nun hatten Thomas Kilian und Stefan Höppe vom Vorstand die Idee, ein ähnliches Veranstaltungsformat neu einzuführen – den Talk im Kiez.

Jonny Herzberg

Das Gespräch mit einem eingeladenen Gast zu einem aktuellen Kiezthema wird außerdem aufgezeichnet und auf der Website unseres Medienpartners SoldinerKiezKurier eingestellt.

An abwechselnden Donnerstagabenden wird dabei Thomas Kilian Gäste zu gesellschaftspolitischen Kiezthemen und Stefan Höppe Gäste zu kulturellen Kiezthemen einladen. Beide übernehmen die Moderation ihrer jeweiligen „Talkshows“.

Im Soldiner Kiez leben viele Roma aus Bulgarien und Rumänien.

Unser erster Gast beim Talk im Kiez war daher am Donnerstag, 25. September 2017 der Sinto und Rom Jonny Herzberg. Weiterlesen

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Unser gemeinsamer Sommerausflug an den Plötzensee

Foto: Gao Ya

Der Soldiner Kiez e.V. lässt seinen aktiven Mitgliedern viel Raum für eigene Projekte im Rahmen des Vereins. Das führt dazu, dass wir – abgesehen vom monatlichen Kiezpalaver – nicht mehr oft alle zusammenkommen, wie zu den Zeiten, als wir mit dem Forum Soldiner Kiez noch einen gemeinsamen Ort hatten, den es zu bespielen galt.

Daher haben wir in den vergangenen drei Jahren zu Aschermittwoch immer zum gemeinsamen Kegeln in die Kugelbahn in der Grüntaler Straße eingeladen. Vorletztes Jahr haben wir zusammen einen Sommerausflug mit Führung an die Havel gemacht – auf den Spuren von Slawenfürst Jaczo.

Unser diesjähriger Sommerausflug hat uns an den Plötzensee geführt:
Aktive Mitglieder und Gäste haben das gemeinsame Picknick, den zwanglosen Austausch und den  Sonnenschein auf der Wiese am Seeufer sehr genossen. Jeder hatte etwas mitgebracht: hausgemachte und asiatische Köstlichkeiten sowie Getränke.

Danach haben wir auf Tretbooten den Plötzensee erkundet, den Flug der Libellen beobachtet und uns das eine oder andere Wettrennen geliefert. Manche haben sogar vom Boot aus ein Bad im See genommen.

Den Abschluss bildete zum Kaffee ein zweites Picknick. Es gab starken Espresso, gekocht auf dem Butangaskocher. Der Wunsch wurde laut, solche Unternehmungen ruhig öfters zu machen. Und es hat die ganze Zeit über nicht einen Tropfen geregnet! Der Wettergott drohte zwar, meinte es aber letztlich gut mit uns …

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KBNA: Verein aus dem Kiez offiziell vorbildhaft

„Warum ist KBNA nicht längst ein Modellprojekt für Berlin und die anderen Bundesländer“, hatte der ehemalige Sicherheitsberater von Barack Obama, Michael Ortiz schon vor einiger Zeit gefragt. Mit einem Hauptpreis des Bündnisses für Demokratie und Toleranz ist das mit dem Soldiner Kiez e.V. befreundete Projekt nun in einer wesentlichen

Vereinsgründer Yousef Ayoub (Mitte) mit der Ehrenurkunde und seine Kooperationspartner von der Polizei: Eckart Mantei und der Leiter vom Abschnitt 36 (links), Uwe Heller (rechts). Im Hintergrund die KollegInnen vom Abschnitt 36 sowie weitere FreundInnen und UnterstützerInnen. Foto: Matthias von Hoff

Best-Practice-Liste in Deutschland angekommen. Am Montag, den 19. Juni, war Preisverleihung im Roten Rathaus. Ein Grund den ausführlichen Artikel über die Arbeit des Projektes uns seine kurzzeitigen Probleme noch einmal nachzulesen.

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Hauptversammlung als entspannter Pflichttermin

Straßenlaterne im Soldiner Kiez. Foto: Diana Schaal

2017: Ganz Berlin ist Hauptstadt. Nur ein kleiner Verein am Rande der inneren Stadt verteidigt den Gedanken lokaler Selbstverwaltung: Der Soldiner Kiez e.V. Mitte Mai traten die tapferen KempInnen und Kempen zusammen, um in gewohnter Routine und mit einem Hauch von Ironie ihre bürokratischen Pflichten zu erledigen. Jährlich wird gewählt, der Tätigkeitsbericht vorgestellt und die Kassenentwicklung dargelegt. Als Tagungspräsident waltete segensreich der befreundete Lesebühnenautor Holger Haak.

Inhaltlich darf der Soldiner Kiez e.V. mit seinem Geschäftsjahr 2016 zufrieden sein. Wir zogen unsere Veranstaltungen und einige Projekte im Bereich der Flüchtlingshilfe durch. Mit geringem finanziellen Aufwand können wir auf einige Aktivitäten verweisen. Finanziell wurde der erfolgreiche Kurs der letzten Jahre fortgesetzt. Alle Vorstandsmitglieder wurden entlastet. So verwundert es auch nicht, dass der alte Vorstand mit Diana Schaal, Thomas Brauckmann, Stefan Höppe und Thomas Kilian wieder gewählt wurde.

Beim Ausblick auf die zukünftige Arbeit ging es vor allem um die geplante Veranstaltungsreihe „Talk im Kiez“, die ab September ungefähr vierteljährlich in der Fabrik Osloer Straße stattfinden soll. Mit ihr will sich der Soldiner Kiez e.V. wieder stärker mit Kiezthemen an eine breitere Öffentlichkeit wenden. Jetzt darf den MacherInnen nur nicht der Himmel auf den Kopf fallen…

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Wohnen im Soldiner Kiez

Kinder aus drei sehr unterschiedlichen Familien, ein Schnappschuss ca. 1994. Zwei durften zum ersten Mal alleine runter, mussten aber unter allen Umständen im Hof bleiben.

Ich bin 1982 (da war ich Anfang 20) in den Wedding gezogen. „Soldiner Kiez“ gab es damals als Begriff oder Ort überhaupt nicht, es war Wedding und konkret das besetzte Haus in der Prinzenallee 58. Es war ausschließlich die Hausgemeinschaft und verschiedene Besonderheiten des Gebäudes selbst, die für mich so attraktiv war, tatsächlich in den Wedding zu ziehen. Im Wedding zu wohnen war außerordentlich uncool, nicht nur vom Image her sondern tatsächlich. Ich habe neulich alte Fotos gesehen und erinnerte mich an diese unsäglich grauen Straßenzüge, ich hatte das vollkommen vergessen. Im damaligen „West-Berlin“ war dieser Ort im Schatten der Mauer einfach vernachlässigt, vergessen und in jeder Hinsicht trist, ich war ganz sicher nicht wegen „Wedding“ hiergezogen sondern trotzdem.

Ich lebte dann also in diesem Haus. Als Mitglied einer Hausgemeinschaft mit rund 100 Erwachsenen und etwa 20 Kindern ist man erst mal sozial-kommunikativ ausgelastet, Weiterlesen

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Kinder- und Menschenrechte im Unterricht

Die Kinderstadt vor der Fertigstellung: Die Häuser umringen den Dorfteich. Es gibt viele Tiere.

Der Soldiner Kiez e.V. baut seine Zusammenarbeit mit dem Bundesprogramm Demokratie leben! zum Thema Kinder- und Menschenrechte aus. In 2016 führte der Verein zusammen mit der Carl-Kraemer-Grundschule ein Projekt in einer Willkommensklasse durch. Dabei bauten die Kinder eine Kinderstadt und bastelten sich einen Wunschbaum. Die Klärung von Wünschen und Utopien unterstützt unserer Meinung nach die Entwicklung humanistischer Werte. 2017 sollen nun 6 bis 8 Lehrkräfte für die 7. und 8. Klassen für die kunstpädagogische Arbeit zu Kinder- und Menschenrechten geschult werden. Weiterlesen

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Ein Zoo aus Poesietieren im Prima Center Berlin

Vanessa Karré und Judith Holofernes

Vanessa Karré und Judith Holofernes bei der Eröffnung im Prima Center Berlin

Das wuselige Wiesel, der Erdferkelinfant, der Loserpudel und die olle Qualle, die Voll- und die Halbmeise, picassöse Tiefseefische und der Hund, der einfach weiter vor dem falschen Baum bellt: All diesen lyrischen Wesen aus der Feder der „Wir Sind Helden“-Sängerin und Texterin Judith Holofernes, hat die Illustratorin Vanessa Karré eine Gestalt gegebenen. Sie präsentiert ihre Arbeiten bis zum 24. März 2017 im Prima Center Berlin.

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